Gleiche und gleichwertige Arbeit

Die Job-Architektur stellt dar, wo Beschäftigte gleiche oder gleichwertige Arbeit leisten. Dafür werden alle Stellen bewertet, erhalten Job-Level und Grade und können miteinander verglichen werden, um sicher zu stellen, dass gleiche und gleichwertige Arbeit gleich entgolten wird.

Definition

Für die Entgelttransparenz gibt es diese zwei Aspekte:

  • Gleiche Arbeit liegt vor, wenn Stelleninhabende im Wesentlichen dieselben Tätigkeiten mit denselben Anforderungen ausüben.
  • Gleichwertige Arbeit liegt vor, wenn unterschiedliche Stellen und der Wert der Arbeit, den sie erbringen, anhand objektiver Kriterien als gleichwertig bewertet werden.

Einordnung/ Bedeutung

Die Einordnung von gleicher und gleichwertiger Arbeit schafft die Grundlage für sachgerechte Entgeltvergleiche.

Dabei geht es nicht darum, ob Tätigkeiten identisch sind. Entscheidend ist, ob unterschiedliche Stellen anhand objektiver Bewertungsmaßstäbe denselben Wert haben und deshalb miteinander verglichen werden können.

Abgrenzung

Gleiche Arbeit bedeutet nicht automatisch dieselbe Stelle oder dieselbe Abteilung.

Gleichwertige Arbeit bedeutet nicht, dass die Tätigkeiten gleich sind, sondern dass sie nach denselben Bewertungsmaßstäßen als gleichwertig eingeordnet werden.

Für dich als Führungskraft relevant, wenn …

  • Mitarbeitende ihren Auskunftsanspruch geltend machen oder verstehen wollen, wo gleichwertige Arbeit wie ihre geleistet wird
  • Mitarbeitende die Bewertung ihrer Stelle hinterfragen.
  • Stellen neu bewertet werden oder die regelmäßige  Überprüfung der Eingruppierung ansteht.
  • Aufgaben, Verantwortlichkeiten oder Anforderungen dauerhaft verändert werden.
  • HR Informationen für die Stellenbewertung, die Begründung der Vergütung oder die Antwort auf Rückfragen benötigt.

Beispiele aus der Praxis

Ein Mitarbeitender fragt: „Meine Kollegin macht doch etwas völlig anderes als ich. Warum sind wir trotzdem beide im selben Grade eingestuft?“ Du erklärst: Die Tätigkeiten müssen nicht gleich sein. Entscheidend ist, ob sie anhand der vier Bewertungsfaktoren abstrakt als gleichwertige Arbeit bewertet wurden. Dann werden unterschiedliche Tätigkeiten demselben Grade zugeordnet.

Zwei Beschäftigte arbeiten in unterschiedlichen Geschäftsbereichen. Obwohl sich ihre Aufgaben unterscheiden, ergibt die Stellenbewertung dieselben Anforderungen hinsichtlich Kompetenz, Verantwortung, Belastung und Arbeitsbedingungen. Die Stellen werden deshalb als gleichwertig eingeordnet.

Umsetzung in der Praxis 

Mit der Entgelttransparenz gewinnen Fragen nach gleicher und gleichwertiger Arbeit an Bedeutung.

Für Führungskräfte verändert sich dadurch die Kommunikation: Nicht die Ähnlichkeit von Tätigkeiten steht im Mittelpunkt, sondern die nachvollziehbare Erläuterung, warum Stellen als gleich oder gleichwertig eingeordnet wurden. Grundlage dafür sind die objektiven Bewertungsfaktoren der Stellenbewertung.

KommunikationsKompass Entgelttransparenz

Der KommunikationsKompass Entgelttransparenz zeigt, wie sich der Unterschied zwischen gleicher und gleichwertiger Arbeit verständlich erläutern lässt und wie typische Rückfragen zur Einordnung von Stellen nachvollziehbar beantwortet werden können.

Schreib uns gerne eine E-Mail, um zu besprechen, wie wir zusammen arbeiten können.