Stellenbewertung

Die Stellenbewertung ordnet eine Stelle anhand von vier objektiven Kriterien einem Grade und damit einem Gehaltsband zu.

Definition

Die Stellenbewertung ermittelt den Wert einer Stelle innerhalb der Job-Architektur, indem die Anforderungen der Stelle anhand objektiver Kriterien bewertet werden.

Sie bildet die Grundlage für die Zuordnung zu einem Grade und dem entsprechenden Gehaltsband.

Einordnung/ Bedeutung

Die Stellenbewertung schafft eine abstrakte Grundlage, um Stellen innerhalb der Job-Architektur einzuordnen.

Sie dient dazu, Anforderungen von Stellen anhand objektiver Kriterien zu bewerten und gleiche oder gleichwertige Arbeit zu erkennen. Das ergibt sich aus der Einordnung aller Stellen in die Grades. 

Abgrenzung

Bewertet wird der Wert der Arbeit einer Stelle als Element der Job-Architektur des Gesamtunternehmens, nicht Leistungen in der Vergangenheit, das Verhandlungsgeschick oder das persönliche Engagement der Stelleninhaberin oder des Stelleninhabers.

Stellen aus verschiedenen Fachbereichen/ Job-Familien, von verschiedenen Standorten oder verschiedenen Rollen werden nach dem Wert ihrer Arbeit eingestuft und können denselben Grade haben.

Das ist ein wesentlicher Unterschied zum Organigramm oder der Einteilung in verschiedene Unternehmensbereiche. Die Stelle wird auch völlig getrennt von der Person bewertet. Egal, wer die Stelle innehat, der Wert der Arbeit bleibt gleich. Besondere persönliche Leistungen fallen in den Bereich der variablen Vergütung und führen niemals zu einer Höherbewertung der bestehenden Stelle.

Für dich als Führungskraft relevant, wenn …

  • du gebeten wirst, die Stellenbewertung zu erklären.
  • sich Aufgaben dauerhaft verändern.
  • neue Stellen entstehen.
  • eine Höhergruppierung geprüft wird.
  • eine Mitarbeitende am Maximum des Gehaltsbands dich nach höherem Gehalt fragt.

Beispiele aus der Praxis

Ein Teammitglied hinterfragt die Stellenbewertung, du erklärst verständlich, wie Stellen allgemein bewertet werden und wie diese Stelle bewertet ist.

Ein Team übernimmt dauerhaft zusätzliche Budget- und Führungsverantwortung. Die Stellen werden deshalb neu bewertet.

Eine neue Stelle wird geschaffen. Du beschreibst die Anforderungen und Verantwortlichkeiten der Stelle. Anschließend wird die Stelle innerhalb der Job-Architektur eingeordnet.

Eine Mitarbeitende übernimmt dauerhaft anspruchsvollere Aufgaben. Du prüfst, ob sich die Anforderungen der Stelle verändert haben und ob eine Neubewertung erforderlich ist oder wie du sie innerhalb des vorhandenen Gehaltsband neu bewerten kannst.

Umsetzung in der Praxis 

Wenn sich eine Stelle verändert, stuft die Führungskraft die neuen Anforderungen anhand der vier Faktoren ein.

Übernimmt eine Stelle dauerhaft zusätzliche Führungsverantwortung, zusätzliche Budgetverantwortung oder komplexere Aufgaben, werden diese Veränderungen beschrieben und für die Stellenbewertung eingeordnet.

Die Bewertung richtet sich nach den Anforderungen der Stelle – nicht danach, wie gut eine Person ihre Aufgaben erfüllt.

KommunikationsKompass Entgelttransparenz

Der KommunikationsKompass Entgelttransparenz leitet Führungskräfte an, die abstrakte Logik der Stellenbewertung verständlich zu erklären, Veränderungen von Stellen einzuordnen und Entscheidungen zu Job-Level und Vergütung nachvollziehbar an ihre Teams zu kommunizieren.
Schreib uns gerne eine E-Mail, um zu besprechen, wie wir zusammen arbeiten können.